Die Geschichte des EU Steinfestivals
EIN BLEIBENDES ERBE: Impakte und Entwicklung.
Tausende von jungen Talenten und erfahrenen Meistern haben hier nicht nur ihr Können gezeigt, sondern auch wertvolle Kontakte geknüpft und sich gegenseitig inspiriert. Das Festival hat eine lebendige Gemeinschaft geformt, die den europäischen Gedanken des Miteinanders und der handwerklichen Exzellenz verkörpert.
Der Begründer des Europäischen Stein Festivals
Bernward Fiedler hat mit seinem Wirken Spuren hinterlassen, die an Wirksamkeit bis heute an Nichts eingebüßt haben. Eine Spur ist das Europäische Stein Festival, das Bernward 1999 initiierte und dessen Idee er bis zu seinem zu frühen Tod im Jahr 2023 mit vielen befreundeten SteinmetzInnen und SteinbildhauerInnen aus ganz Europa teilte.
Das Europäische Stein Festival zeigt auf eine eigene Art wie „Großprojekte“ im europäischen Kontext zum Erfolg geführt werden können; indem Raum für unterschiedliche kulturelle Prägungen frei gehalten werden, gemeinsame Werte, manchmal fast beiläufig, (wieder) entdeckt, geteilt oder auch freundschaftlich diskutiert werden können. Ein Raum indem Junge und Alte EuropäerInnen Spaß am gemeinsamen Arbeiten und Feiern haben und das an jährlich wechselnden Orten in ganz Europa.
Bernward Fiedler hat nach seiner Lehre zum Steinmetz und Steinbildhauer in Duderstadt studierte der gebürtige Niedersachse Kunst und Englisch und war Lehrer an einem Gymnasium. Um sein Handwerk mit dem Lehrberuf zu verbinden, bewarb sich Bernward Fiedler 1999 an der Freiburger Meisterschule die er ab 2001 mit höchstem persönlichem Einsatz leitete.
Seit 2014 war er Leiter der Abteilung Stein der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule Freiburg, zu der neben der Meisterschule auch die schulische Lehrlingsausbildung im Steinmetz und Steinbildhauerhandwerk gehört sowie das dreijährige Berufskolleg Holzdesign.
Meilensteine des Festivals

1999: Freiburg + Bernward – Die Geburtsstunde eines europäischen Traums
Im malerischen Munzingen fand das erste EU Steinfestival statt. Über 90 junge Talente aus sieben Ländern demonstrierten ihr Können und legten den Grundstein für einen grenzüberschreitenden Austausch. Ein großer Erfolg, der eine neue Ära der europäischen Steinkunst einleitete.

2002: Freiburg, Deutschland – Aufbruch nach Europa
Über 100 Steinmetze aus neun Ländern trafen sich zum zweiten Festival in Freiburg. Es war die Geburtsstunde der europäischen Tournee: Auf Initiative ungarischer Partner wurde hier beschlossen, das Festival international wandern zu lassen. Mit einem Frauenanteil von über 30 % legte Freiburg 2002 den Grundstein für die nächste Station 2004 in Ungarn.

2003: Canterbury, Großbritannien – Ein monumentaler Brunnen
Im Innenhof der Kathedrale von Canterbury schufen über 80 Teilnehmer aus sechs Ländern einen monumentalen Brunnen aus Kalkstein. Unter dem Motto „Meer“ entstanden bei strahlendem Sonnenschein kunstvolle Ornamente und Skulpturen. Das Festival begeisterte tausende Besucher und verband europäisches Handwerk mit britischer Geschichte.

2004: Fertőrákos, Ungarn – Ein Denkmal für die Geschichte
Am Neusiedlersee in Ungarn trafen sich 128 Steinmetze aus 11 Ländern. Sie schufen eine Steinbank für das Barockschloss Esterhásy und würdigten dabei das historische Paneuropäische Picknick von 1989. Ein Festival, das Kunst und Erinnerung verband.

2005: Freiburg, Deutschland – Steinmetzkunst im Park
Im Freiburger Eschholz-Park schufen 160 junge Talente aus 14 Nationen beeindruckende Werke aus Sandstein. Unter den Mottos „In vino veritas“ und „Gesichter der Kulturen“ begeisterten sie rund 10.000 Besucher. Bei strahlendem Sonnenschein und Musik wurde das Festival zu einem rauschenden Fest der europäischen Begegnung.

2007: Junas, Frankreich – Steinkunst im Herzen des Südens
200 Steinmetze, 16 Stunden Arbeit und eine atemberaubende Kulisse: In den historischen Steinbrüchen von Junas verschmolzen europäisches Handwerk und südfranzösisches Flair. Ein Highlight war die Konstruktion einer monumentalen Steinkuppel sowie kunstvoller Europasteine.

2008: Freiburg, Deutschland – Ein Heimspiel im Eschholzpark
Zum zweiten Mal kehrte das Festival nach Freiburg zurück. Im Mittelpunkt standen der internationale Austausch der Steinbildhauer im Eschholzpark und die Förderung des Nachwuchses in der Experimentierstube – ein voller Erfolg mit Rekordbesucherzahlen

2009: Salzburg, Österreich – Wasser und Natur in Stein
Am Kapitelplatz in Salzburg versammelten sich 130 Steinmetze aus 10 Ländern. Unter dem Motto "Wasser und Natur" schufen sie beeindruckende Werke aus Sandstein und begeisterten 9.000 Besucher. Ein Festival, das Kreativität und Umweltthemen verband.

2010: Saverne, Frankreich – Einhorn und Romantik
Im prachtvollen Park des Schlosses Rohan trafen sich 158 Steinmetze aus ganz Europa. Inspiriert vom Stadtwappen Savernes schufen sie aus Savonnière-Kalkstein und rotem Vogesen-Sandstein kunstvolle Skulpturen zum Thema „Fabeltier Einhorn und die Romantik“.

2011: Freiburg, Deutschland – Glanz der europäischen Gotik
Im Freiburger Eschholzpark versammelten sich 141 Teilnehmer aus 14 Nationen, um die Kunst der Gotik neu zu beleben. Vor den Augen von 14.000 Besuchern entstanden faszinierende Ornamente und Skulpturen aus Sandstein, begleitet von einem einzigartigen Steinpfad durch die Freiburger Innenstadt.

2012: Trondheim, Norwegen – Märchenhafte Skulpturen im Norden
Im erzbischöflichen Palast von Trondheim fand das 10. Festival statt. 98 Steinmetze aus 14 Ländern schufen unter dem Motto "Märchen" faszinierende Objekte aus Speckstein. Eine Premiere in Norwegen, die Kunst und nordische Sagenwelt verband.

2013: Lincoln, England – EU-Steinfestival 2013 in Lincoln: Internationale Steinmetzkunst zum Thema Nahrung und Landwirtschaft
Vom 21. bis 23. Juni 2013 fand auf dem East Green vor der Dombauhütte der Kathedrale von Lincoln das EU-Steinfestival statt. 138 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Ländern fertigten zum Thema „Nahrung und Landwirtschaft“ Skulpturen aus Kalk- oder Sandstein. Begleitend wurde in der Burg von Lincoln das Fest „1000 Jahre Handwerk“ gefeiert.

2014: Freiburg, Deutschland –Flora und Fauna des Schwarzwalds in Sandstein
Vom 24. bis 25. Mai fand in Freiburg erneut das EU-Steinfestival statt. Rund 150 Auszubildende, Gesellen und Meister aus 18 Ländern gestalteten Sandsteinarbeiten zum Thema „Flora und Fauna des Schwarzwalds“. Ergänzend dazu machte der „European Stone Festival Trail“ die Arbeit der Künstler an verschiedenen Stationen im Stadtgebiet sichtbar. Geleitet wurde das Festival von Bernward Fiedler und dem Team der FWG Freiburg.

2015: Straßburg, Frankreich – Stein als Botschaft: Romanische Baukunst und rheinische Mystik
Vom 26. bis 28. Juni 2015 fand am Place du Château in Straßburg das EU-Steinfestival statt. Unter der Hauptverantwortung von Norbert Stoffel, Präsident der Europäischen Vereinigung der Steinmetze und Bildhauer (EASMS), gestalteten 130 Steinbildhauer aus 15 Ländern Sandsteinarbeiten, inspiriert von der Botschaft der romanischen Baumeister und der rheinischen Mystik.

2016: Salzburg, Österreich –Von der Romanik bis zur Neuzeit – Steinmetzkunst aus ganz Europa in Salzburg
Am 3. und 4. Juni war Salzburg Austragungsort des 15. EU Steinfestivals. 125 Teilnehmer aus 16 Nationen gestalteten am Kapitelplatz Steinwerke unter dem Motto „Von der Romanik bis zur Neuzeit“. Neben internationaler Steinkunst bot das Festival Live-Musik, Frühschoppen und die Präsentation der HTL Hallein für Steintechnik und Steingestaltung.

2017: Kiskunfélegháza, Ungarn – Stein, Kunst und Puszta
Vom 19. bis 21. Mai 2017 versammelten sich in Kiskunfélegyháza, Ungarn, über 130 Steinmetze und Bildhauer aus aller Welt. Unter dem Motto „Secession und das Leben in der Puszta“ arbeiteten sie mitten in der Stadt vor der Kulisse des Rathauses und zeigten ihre Kunst live den PassantInnen. Organisiert wurde das Festival von der Nationalen Vereinigung der Steinmetze und Kunststeinproduzenten Ungarns und der Stadt Kiskunfélegyháza.

2018: Saverne, Frankreich – Mystische Fabelwesen im Rohan-Schloss
Im Park des Schlosses Rohan in Saverne trafen sich rund 150 Steinmetze aus 16 Ländern, von Europa bis Simbabwe. Zum Thema "Mystische Fabelwesen" schufen sie beeindruckende Skulpturen aus Vogesensandstein und begeisterten Fachleute wie Laien gleichermaßen.

2019: Trondheim, Norwegen – Ein doppeltes Jubiläum
Zum 20-jährigen Bestehen des Steinfestivals und 150 Jahren Nidaros-Dom trafen sich Steinmetze in Trondheim. Gearbeitet wurde mit regionalem Speckstein an zwei Themen: „Spiele“ sowie der Gestaltung von Objekten für den zentralen City Square

2023: Salzburg, Österreich – Mystische Fabelwesen im Rohan-Schloss
Rund 110 Steinmetze aus 12 Nationen feierten ihr Handwerk vor der beeindruckenden Kulisse Salzburgs. Im Fokus des Wettbewerbs stand das Thema „103 Jahre Salzburger Festspiele“, bei dem aus St. Margarethener Kalksandstein einzigartige Skulpturen entstanden. Ein besonderes Highlight war zudem das 125-jährige Jubiläum der HTL Hallein.

2024: Budapest, Ungarn – Prachtvolle Ornamente am Parlamentsgebäude
In Budapest schufen 120 Steinmetze aus 15 Ländern beeindruckende Dekorsteine und Ornamente. Das Festival würdigte das 120-jährige Parlamentsgebäude und nutzte Fertőrákoser Sandstein für die detailreichen Werke.

2025: Halifax, England – Mythen und Legenden in Stein
In Halifax, England, versammelten sich 120 Steinmetze aus ganz Europa. Unter dem Motto "Mythen und Legenden" verwandelten sie Naturstein in faszinierende Werke. Ein jüngstes Highlight, das die anhaltende Kreativität und den europäischen Geist feierte.

2026: Freiburg – Die Zukunft kehrt nach Hause zurück
Das EU Steinfestival kehrt nach Freiburg zurück! Vom 15. bis 17. Mai 2026 laden wir Sie herzlich in den Eschholzpark ein, um die nächste Generation der Steinkunst zu erleben. Seien Sie dabei!